Unsere Schule, unsere Wahl: Warum Eltern am 08. März das Zepter in der Hand halten sollten
- 14. Feb.
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Wenn es in der Schule „brennt“ – sei es wegen einer überfüllten Klasse, Konflikten auf dem Pausenplatz oder Fragen zur Mittagsbetreuung – ist der erste Impuls der Griff zum Telefon, um die Lehrperson anzurufen. Das ist richtig so. Doch wer sorgt eigentlich dafür, dass das Telefon am anderen Ende besetzt ist, die Ressourcen da sind und die Rahmenbedingungen stimmen?
Viele Weichen für eine stabile, lernfreundliche Schule in Pfäffikon werden nicht im Klassenzimmer gestellt, sondern am Tisch der Schulpflege. Vor den Wahlen am 08. März ist der Moment gekommen, um klarzumachen: Schule ist kein „Expertenthema“ für ferne Amtsstuben. Es ist ein Familienthema. Und in Pfäffikon ist es zudem der grösste Budgetposten unserer Gemeinde.
Wer entscheidet wirklich über den Alltag unserer Kinder?
Das System in unserer Einheitsgemeinde Pfäffikon ist effizient, aber für Eltern oft unsichtbar. Wichtig zu wissen: Der Gemeinderat und die Schulpflege sind rechtlich gleichgestellt. Beide Gremien haben die gleiche demokratische Legitimation. Während der Gemeinderat den finanziellen Rahmen (Infrastruktur, Steuergelder) absteckt, setzt die Schulpflege die strategischen Segel für die pädagogische Qualität.
Thema | Wo die Schulpflege die Hebel ansetzt | Auswirkung in Ihrem Familienalltag |
Klassengrösse | Ressourcensteuerung im kantonalen Rahmen | 22 statt 28 Kinder? Das bedeutet Verschiebungen. |
Schulprogramm | Abnahme der Schulpgrogramme der einzelnen Schuleinheiten | Fokus auf Digitalisierung, Integration oder Gewaltprävention? |
Qualität | Aufbau von Reflexionssystemen | Probleme werden erkannt, bevor sie zur Krise werden. |
Konflikte | Festlegung fairer Verfahrensgrundsätze | Klare Wege bei Beschwerden schützen Kind und Lehrperson. |
Betreuung | Strategische Priorisierung | Planbare Nachmittage und Vereinbarkeit von Beruf und Familie. |
Warum ausgerechnet IHRE Stimme jetzt den Unterschied macht
Oft höre ich: „Ach, die Schule läuft doch irgendwie.“ Aber „irgendwie“ reicht nicht, wenn es um die Zukunft unserer Kinder geht. Wenn Eltern nicht wählen gehen, entscheiden andere über die Prioritäten in der Schule: Stimmbürger ohne Schulkinder oder reine Sparpolitiker, die den Schulalltag nur aus ihrer eigenen Kindheit von vor 30 Jahren kennen.
Es ist jetzt wichtig zu wählen, weil:
Kontinuität vs. Experimente: Die Schulpflege braucht Menschen, die wissen, wie man Brücken baut, statt Gräben aufzureissen.
Budget-Verantwortung: Bei der Verwaltung des Schulbudgets geht es um weit mehr als reine Zahlen. Es braucht Sachverstand, um sicherzustellen, dass jeder investierte Steuerfranken dort ankommt, wo er am meisten bewirkt: bei der Qualität der Bildung und der Förderung unserer Schülerinnen und Schüler.
Haltung zeigen: In Zeiten von Lehrermangel und Inklusionsdebatten braucht die Schule eine Schulpflege, die den Lehrpersonen den Rücken stärkt, damit diese sich auf das Wesentliche konzentrieren können: Unsere Kinder.
Vier Fragen für Ihre Wahlentscheidung
Sie müssen kein Pädagogik-Studium absolviert haben, um die richtigen Kandidat:innen zu finden. Achten Sie auf diese Punkte:
Ist die Person teamfähig? Schulpflege ist Mannschaftssport. Wer nur poltert oder eigene Ideologien durchdrücken will, blockiert das System.
Versteht die Person den Schulalltag? Hat sie ein Gespür für die realen Sorgen zwischen Hausaufgabenfrust und Elternabend?
Kann sie in die Tiefe gehen – und hat sie die Zeit dafür? Schulpflege-Arbeit findet nicht nur in der Sitzung am Abend statt. Wer hier Verantwortung übernimmt, muss bereit sein, hunderte Seiten Dossiers zu wälzen, sich in kantonale Gesetze einzuarbeiten und vor Ort in den Schuleinheiten präsent zu sein. Gute Schulpolitik braucht Zeit. Prüfen Sie kritisch: Bringt die Kandidat:in neben Fachwissen auch die nötigen zeitlichen Kapazitäten mit? Nur wer die Dossiers wirklich kennt, kann auf Augenhöhe mit der Verwaltung und dem Gemeinderat verhandeln. Halbe Sachen gehen hier zu Lasten der Schulqualität.
Hat die Person Rückgrat? Kann sie auch in hitzigen Situationen sachlich und fair bleiben?
Warum Eltern gerade jetzt an die Urne müssen
Oft höre ich im Dorf: „Die Schule läuft ja eigentlich.“ Aber dieses „Eigentlich“ ist kein Naturgesetz. Es ist das Ergebnis harter Arbeit im Hintergrund. Wenn wir als Eltern am 08. März nicht wählen gehen, überlassen wir die Entscheidung über das Umfeld unserer Kinder denjenigen, die vielleicht gar keinen Bezug mehr zum aktuellen Schulalltag haben.
In einer Einheitsgemeinde wie Pfäffikon ist Ihre Stimme doppelt gewichtet: Sie entscheiden über das Budget im Gemeinderat und über die pädagogische Strategie in der Schulpflege.
Wählen Sie nicht nach Parteibuch, sondern nach Kompetenz und Kapazität. Wir brauchen Menschen in der Schulpflege, die:
Den Alltag kennen (vom Elternabend bis zum Lehrplan).
Zeit investieren (für echte Dossierfestigkeit statt oberflächlicher Parolen).
Brücken bauen (zwischen Lehrpersonen, Eltern und der Gemeinde).
Am 08. März geht es nicht um ferne Politik in Bern oder Zürich. Es geht um das Klassenzimmer Ihres Kindes, um die Verlässlichkeit der Betreuung und um die Qualität der Bildung direkt vor unserer Haustür.
Gehen Sie wählen.




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